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Fünf Jahre GGL: Bilanz zur Aufsicht des Online-Glücksspielmarkts unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021

Dana Bauer · Sep 23, 2026

Fünf Jahre GGL: Bilanz zur Aufsicht des Online-Glücksspielmarkts unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021

GGL-Jubiläum und Marktaufsicht in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat ihren fünften Jahrestag gefeiert und zugleich einen Überblick über die Entwicklung der Marktaufsicht seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorgelegt; dabei stehen die Kontrolle lizenzierter Anbieter sowie Maßnahmen gegen illegale Angebote im Mittelpunkt. Die Behörde beaufsichtigt derzeit 129 lizenzierte Betreiber und hat bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Seiten unzugänglich gemacht, während rund 77 Prozent des Online-Markts in den regulierten Bereich gelenkt wurden.

Entwicklung der Behördenstruktur seit 2021

Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren agiert die GGL als zentrale Aufsichtsinstanz für den Online-Glücksspielbereich in Deutschland und setzt die Vorgaben des zwischen den Ländern geschlossenen Staatsvertrags um; die Koordination zwischen Bundesebene und einzelnen Landesbehörden bildet dabei die Grundlage für einheitliche Verfahren. Daten der Behörde zeigen, dass die Zahl der bearbeiteten Fälle konstant hoch bleibt und im Durchschnitt 287 Verbotsverfahren pro Jahr anfallen, was auf eine kontinuierliche Überwachungstätigkeit hinweist.

Konkrete Ergebnisse der Marktaufsicht

Bis Ende 2025 gelang es der GGL, 1843 illegale Glücksspielangebote zu sperren und damit den Zugang für Nutzer in Deutschland einzuschränken; gleichzeitig werden 129 lizenzierte Betreiber kontrolliert, die den gesetzlichen Anforderungen an Spielerschutz und Werbebeschränkungen entsprechen. Die Kanalisierung von etwa 77 Prozent des Online-Markts in den lizenzierten Sektor geht mit diesen Sperrmaßnahmen einher und wird von der Behörde als Indikator für die Wirksamkeit der bestehenden Regulierung bewertet.

Statistiken zur Glücksspielaufsicht und Verbotsverfahren

Anpassungsbedarf und zukünftige Bewertung

Die GGL hat in ihrem Bericht zum fünften Jahrestag mehr Flexibilität seitens der Bundesländer angemahnt, damit Regelungen schneller an neue Entwicklungen angepasst werden können; diese Forderung steht im Zusammenhang mit laufenden Vollzugsmaßnahmen und der bevorstehenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags bis Ende 2026. Beobachter der Behördenpraxis stellen fest, dass starre Vorgaben die Reaktionsfähigkeit auf technische oder marktseitige Veränderungen erschweren und eine engere Abstimmung zwischen den Ländern notwendig machen.

Statistische Kennzahlen im Überblick

Die von der GGL veröffentlichten Zahlen umfassen neben den 129 lizenzierten Betreibern und den 1843 gesperrten illegalen Angeboten auch den Durchschnitt von 287 Verbotsverfahren jährlich sowie die Marktabdeckung von rund 77 Prozent im regulierten Bereich; diese Kennzahlen werden auf der Seite GGL bereitgestellt und dienen als Grundlage für die weitere Planung. Die Kombination aus Sperrungen und Lizenzüberwachung zeigt, wie die Aufsicht sowohl präventiv als auch repressiv tätig wird.

Einordnung der aktuellen Entwicklungen

Im Vorfeld der Vertragsbewertung Ende 2026 richtet die GGL ihren Blick auf notwendige Anpassungen der föderalen Rahmenbedingungen, während die laufende Bearbeitung von durchschnittlich 287 Fällen pro Jahr die operative Belastung verdeutlicht; die erreichte Marktabdeckung von 77 Prozent bildet dabei einen Referenzwert für künftige Vergleiche. Experten der Glücksspielaufsicht weisen darauf hin, dass die Sperrung von 1843 illegalen Seiten bis Ende 2025 einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung unregulierter Angebote darstellt.

Fazit

Die Bilanz nach fünf Jahren GGL fasst die zentralen Aufgaben der Behörde unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 zusammen und liefert mit den genannten Zahlen zu lizenzierten Betreibern, Sperrungen und Verfahrensaufkommen konkrete Anhaltspunkte für die weitere Entwicklung; die Forderung nach größerer Flexibilität der Länder sowie die anstehende Evaluierung bis Ende 2026 markieren die nächsten Schritte in der Regulierung des deutschen Online-Glücksspielmarkts.